Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

ich möchte mich heute mit zwei Anliegen an Sie/euch wenden:

1) mit einer persönlichen Klarstellung, weil ich in dieser Woche von mehreren Personen unabhängig voneinander auf die Homepage von Frau Kübra Beydaş und die dortige Verwendung meines Namens angesprochen wurde. Frau Beydaş kandidiert derzeit für Bündnis 90/Die Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg, im Wahlkreis 1, der zu einem großen Teil das Gebiet meines bisherigen Wahlkreises 3 umfasst. Auf ihrer Homepage stand mit Stand vom 2. September 2026 unter „Über mich“:

„Als Büroleiterin des Abgeordneten Dr. Turgut Altuğ habe ich das parlamentarische Handwerk von Grund auf kennengelernt – politische Kommunikation, Gesetzgebungsverfahren und die Organisation politischer Arbeit.“

www.kuebra-beydas.de

Frau Beydaş und der Vorstand des zuständigen Kreisverbands wurden am gestrigen

2. September 2026 über den Sachverhalt informiert und um Klärung gebeten. Inzwischen  wurde  die Bezeichnung  auf der  Homepage geändert.  Dort  steht am

03.09.2026 nun: „Als Referentin des Abgeordneten Dr. Turgut Altuğ habe ich das parlamentarische Handwerk von Grund auf kennengelernt – politische Kommunikation, Gesetzgebungsverfahren und die Organisation politischer Arbeit.“

Ich wurde vor der ursprünglichen Veröffentlichung weder gefragt noch darüber informiert, dass mein Name in dieser Form im Zusammenhang mit ihrer heutigen Kandidatur verwendet werden soll. Ich habe insbesondere keine Zustimmung dazu erteilt, meinen Namen als politische Referenz oder als Bestätigung ihrer heutigen politischen beziehungsweise beruflichen Qualifikation zu verwenden.

Frau Beydaş war in meinem Büro als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt. Sie war innerhalb meines Teams nicht im eigentlichen Sinne meine Büroleiterin. Die Bezeichnung „Büroleiterin“ wurde seinerzeit nach außen bewusst verwendet, weil ich sie beruflich und politisch unterstützen und ihr eine entsprechende Außenwirkung ermöglichen wollte. Das war eine von mir bewusst getroffene Entscheidung.

Sie ist jedoch von der heutigen Verwendung meines Namens als Bestandteil ihrer politischen Selbstdarstellung zu unterscheiden. Insbesondere habe ich die heutige Formulierung, sie habe bei mir „das parlamentarische Handwerk von Grund auf erlernt“, weder verfasst noch bestätigt oder autorisiert.

Ich möchte diese Klarstellung insbesondere deshalb geben, weil mir wichtig ist, diese Angelegenheit sachlich und transparent einzuordnen. Ich möchte damit weder die damalige Zusammenarbeit mit Frau Beydaş nachträglich anders darstellen noch ihre heutige Kandidatur persönlich bewerten. Es geht mir ausschließlich darum, eine aus meiner Sicht entstandene politische Zuordnung meines Namens richtigzustellen.

Dass diese Darstellung zu Irritationen führt, habe ich in dieser Woche selbst erfahren: Mehrere Menschen haben mich unabhängig voneinander angesprochen und gefragt, ob ich Frau Beydaş beziehungsweise ihre Kandidatur unterstütze.

Das  ist  nicht  der  Fall. Meine heutige politische Unterstützung gilt der

sozialdemokratischen Kandidatin Sevim Aydın im Wahlkreis 1 in Kreuzberg.

2) mit Abschied/Dank

Unabhängig von dieser persönlichen Klarstellung möchte ich diese Gelegenheit zugleich nutzen, um mich an die vielen Menschen und Organisationen zu wenden, mit denen ich in den vergangenen Jahren politisch zusammengearbeitet habe. Bereits im Mai 2023 habe ich für mich die Entscheidung getroffen, bei der bevorstehenden Wahl nicht erneut zu kandidieren. Diese Entscheidung habe ich getroffen, weil ich der nächsten Generation politisch Raum geben, Verantwortung übergeben und junge Menschen auf ihrem eigenen politischen Weg unterstützen wollte und will.

Mit dieser Entscheidung verbinde ich auch einen persönlichen Rückblick auf die politischen Themen, für die ich mich in den vergangenen Jahren besonders eingesetzt habe. Dazu gehören insbesondere Stadtgrün, Naturschutz, Kleingärtenschutz, Klimaanpassung sowie gutes Essen für alle.

Ich beschäftige mich inzwischen seit rund 15 Jahren im Berliner Abgeordnetenhaus intensiv mit diesen Themen. In den vergangenen Jahren konnten auf diesen Feldern wichtige politische Fortschritte erreicht werden. Dazu gehören u.a. die Verabschiedung zweier Gesetze: das Berliner Klimaanpassungsgesetz (November 2025) und das Kleingartenflächensicherungsgesetz (März 2026) sowie die Berliner Ernährungsstrategie (Juni 2020).

Diese Vorhaben sind vor allem durch das Zusammenspiel politischer Arbeit und des langjährigen Engagements zivilgesellschaftlicher Initiativen entstanden. Insbesondere der Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V., BaumEntscheid e.V., Ernährungsrat Berlin sowie die vielen Menschen und Organisationen haben politischen Druck aufgebaut, fachliche Vorschläge entwickelt und entscheidend dazu beigetragen, dass daraus etwas sehr Wichtiges und Konkretes für Berlinerinnen und Berlin geworden ist.

Bei diesen beiden Gesetzen möchte ich ausdrücklich auch die Unterstützung der SPD- Fraktion, aber auch der CDU-Fraktion in der Regierungsverantwortung anerkennen.

Sie haben beide Vorhaben in der Regierungsverantwortung politisch unterstützt und sie als Gesetze verabschiedet beziehungsweise das Klimaanpassungsgesetz mit Finanzmitteln untermauert.

Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten ausdrücklich bedanken.

Aus meiner eigenen politischen Erfahrung möchte ich außerdem daran erinnern, wie wichtig politische Unterstützung innerhalb einer Regierungsfraktion für die konkrete Umsetzung von Stadtgrün-, Naturschutz- und Ernährungsprojekten ist. Besonders Antje Kapek und Silke Gebel haben meine Arbeit innerhalb der Fraktion in ihrer damaligen Funktion als Fraktionsvorsitzende der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus bei verschiedenen Vorhaben in diesem Bereich unterstützt. Ohne diese politische Unterstützung wären manche Projekte, für die wir damals zusammengekämpft haben, höchstwahrscheinlich nicht realisiert bzw. vorangekommen. Ich bin zugleich der Auffassung, dass eine solche Schwerpunktsetzung bei der heutigen Grünen-Fraktionsspitze wahrscheinlich schwieriger gewesen wäre. Die aktuelle Fraktionsspitze der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus setzte/setz aus meiner Wahrnehmung deutlich stärkere Schwerpunkte auf die Verkehrspolitik.

Bitte machen Sie/macht ihr weiterhin im Rahmen unserer demokratischen Möglichkeiten Druck auf die Zuständigen in der Politik und gehen Sie/geht am 20. September für Berlin wählen!

Vielen Dank für Ihre/eure langjährige Zusammenarbeit und insbesondere für Ihr/euer Engagement für Stadtgrün, Naturschutz, Kleingärten, Klimaanpassung sowie gutes Essen für alle in Berlin.

Herzliche Grüße
Dr. Turgut Altuğ

Dr. Turgut Altuğ, MdA

Terminkalender

Karneval der Kulturen
Sonntag 19 Mai 2013
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von rednimda808

Die Bürgersprechstunde findet (außerhalb der Ferien) an jedem dritten Freitag des Monats im Wahlkreisbüro von 17.00 bis 19.00 Uhr statt (nächste Sprechstunden siehe unten).

Sie findet manchmal nur online statt.
Wir bitten um eine Anmeldung unter buero1@turgut-altug.de

Adresse:
Großbeerenstraße 71
10963 Berlin - Kreuzberg
Öffnungszeiten:
(in den Parlamentsferien unregelmäßig) 
Mo  12:00 - 16:00 Uhr
Di    10:00 - 15:00 Uhr
Do   14:00 - 18:00 Uhr

Kommende Termin

  • 28.08.2026
  • 18.09.2026
Plenarsitzung Nr. 91 am 10.09.2026

Dienstag, 15. September 2026
Autorenlesung mit Turgut Altuğ bei Simitdchi Cafe & Backhaus - Adalbertstraße 97, 10999 Berlin
Beginn: 18:00 Uhr
Mittwoch, 16. September 2026
Autorenlesung mit Turgut Altuğ bei Mog61 e.V. im Kiez-Laden - Mittenwalder Straße 49, 10961 Berlin
Beginn: 18:00 Uhr
Freitag, 18. September 2026
Bürger*innensprechstunde
Für mich ist es wichtig, vor Ort zu sein und mich mit Vereinen, Bürgerinnen und Bürgern und Initiativen direkt auszutauschen. Hier können Sie sehen, welche Akteurinnen und Akteure ich in der 19. Wahlperiode bisher besucht habe.