Pressemitteilungen

Montag, 10. April 2017

Ostereier ohne Käfighaltung: So einfach geht das

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Als Tipp zum Eierkauf rund um Ostern sagt Turgut Altug, Sprecher für Verbraucherschutz:
Wer zu Ostern Eier ohne Käfighaltung kaufen möchte, sollte diesen kleinen Tipp beherzigen: kein Ei mit der Drei. Denn die mit dieser Nummer markierten Eier wurden von Hühnern gelegt, die in Käfigen leben müssen.
Die Lebensmittelindustrie nutzt 3er-Eier, um möglichst billig Produkte wie Nudeln, Kekse oder Eis zu produzieren, obwohl wohl Eier ohne Käfighaltung meist nur ein paar Cent mehr kosten. Wer keine Käfig-Eier essen möchte, kann bisher nur dann 100 % sicher sein, wenn er oder sie Bio-Produkte kauft. Bisher müssen die Eier bei verarbeiteten Lebensmitteln nicht gekennzeichnet werden. Um den Verbraucherschutz zu stärken,  schlagen wir eine verbindliche Eierkennzeichnung in solchen Produkten wie Nudeln oder Eis vor. Die Bundesregierung müsste dazu lediglich das entsprechende Gesetz ändern.
Zum Hintergrund: Unverarbeitete Eier müssen in Deutschland gekennzeichnet sein. Auf der Verpackung muss stehen, wie die Hühner gehalten wurden. Dazu ist auf den Eiern ein Code aufgedruckt. Relevant ist die Ziffer für die Länderkennung. Die 3 steht für Käfighaltung, 2 steht für Boden-, 1 für Freiland- und 0 für Bio-Haltung.

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Mittwoch, 18. Januar 2017

Grüne Woche in Berlin – Verantwortungsvoll konsumieren

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Dr. Turgut Altug, Sprecher für Verbraucherschutz, sagt vor dem Hintergrund der Grünen Woche und der am 21.01.2017 stattfindenden Demonstration „Wir haben es satt“:
Viele Berlinerinnen und Berliner haben es satt, dass unsere Lebensmittel mit Pestiziden wie Glyphosat belastet sind, die Massentierhaltung mit ihren Megaställen sich ausweitet und durch Freihandelsabkommen wie TTIP und CETA die Verbraucher- und Umweltschutzstandards gesenkt werden.
Die Menschen in unserer Stadt interessiert es, woher ihre Lebensmittel kommen, wie sie produziert wurden und was sie tun können, um die negativen Auswirkungen auf Mensch, Tier, Umwelt und Klima zu reduzieren. Damit jede und jeder diese Fragen für sich selbst beantworten kann, muss die Verbraucherschutzpolitik in Berlin, auf Bundes- und europäischer Ebene neu ausgerichtet werden.
Zurzeit bestimmen eine handvoll Konzerne über unsere Lebensmittelproduktion. Diese Art der Landwirtschaft ist undemokratisch und nicht nachhaltig. Darum ist es höchste Zeit, eine Agrarwende einzuleiten.
Rot-Rot-Grün hat im Koalitionsvertrag wichtige Vorhaben bezüglich der Lebensmittelversorgung in Berlin verankert. Mit Brandenburg werden wir den Staatsvertrag Landwirtschaft neu verhandeln, um den Anteil ökologischer, regional erzeugter und vegan-vegetarischer Lebensmittel in Kitas, Schulen und öffentlichen Kantinen zu erhöhen. Zudem wird sich Berlin im Bund hinter Initiativen stellen, um die deutsche und europäische Agrarpolitik hin zu mehr Nachhaltigkeit und Tierschutz umzusteuern.
In diesem Zusammenhang begrüße und unterstütze ich den Aufruf zur Demonstration „Wir haben es satt“.

Donnerstag, 02. Juni 2016

Fraktion vor Ort: RAD AB? Verkehrspolitik des Rot-Schwarzen Senats!

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Immer mehr Menschen steigen in Berlin auf das Rad um. Insbesondere in den InnenstadtBezirken liegt der Anteil aller Verkehrsteilnehmer*innen, die mit dem Fahrrad unterwegs sind bei über 20%!
Was hat der rot-schwarze Senat in den letzten Jahren zu Verbesserung der Fahrradinfrastruktur getan? Welche Sicherheitskonzepte hat er entwickelt und umgesetzt, um dem erhöhten Fahrradverkehraufkommen gerecht zu werden? Wo sehen die Inititatoren des Fahrrad-Volksentscheids dringenden Handlungsbedarf?
Diese Fragen wollen wir mit Ihnen in der Veranstaltung mit folgenden Fachexpert*innen diskutieren:

Stefan Gelbhaar, verkehrspolitischer Sprecher Bü‘90/Die Grünen
Tim Lehmann, Mitinitiator Berliner Volksentscheid Fahrrad
Florian Noto, ADFC Friedrichshain-Kreuzberg

Moderation: Dr. Turgut Altug, Sprecher für Natur- und Verbraucherschutz der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus Berlin

ÖFFENTLICH OHNE ANMELDUNG!

Veranstaltungsort:
Grünes Parlamentsbüro Kreuzberg Großbeerenstr.16, 10963 Berlin

Montag, 14. März 2016

Tagung: Wo wächst mein Fleisch?

Kategorie(n): Pressemitteilungen

Wo wächst mein Fleisch? Unter diesem Motto wurde bei unserer Tagung im Berliner Abgeordnetenhaus sowohl die Produktion als auch der Konsum von Fleisch in den Blick genommen. Hauptinitiatoren waren Dr. Turgut Altug (Sprecher für Natur- und Verbraucherschutz, Umwelt- und Naturbildung) und Claudia Hämmerling (Sprecherin für Tierschutz), zusammen mit der „Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt“.

Nach Grußworten von Claudia Hämmerling und der Fraktionsvorsitzenden Ramona Pop und einem einleitenden Kurzfilm („WissensWerte: Fleisch und Nachhaltigkeit“) wurde eine spannende Diskussion eröffnet. Auf zwei Panels und unter reger Beteiligung der mehr als 50 TeilnehmerInnen ging es sowohl um die Problematik der globalen Massentierhaltung als auch um den individuellen Konsum tierischer Produkte und dessen Folgen.

Im ersten Panel, moderiert von Konstantinos Tsilimekis (Albert Schweitzer Stiftung), wurde deutlich, dass sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene enormer Handlungsbedarf besteht. Die globale Überproduktion tierischer Produkte fördert paradoxerweise nicht nur den weltweiten Hunger, sondern lässt auch den Schutz der Tiere völlig außer Acht. Einigkeit bestand darin, dass der Fleischkonsum drastisch reduziert werden muss, nicht zuletzt aus Rücksicht auf die menschliche Gesundheit.

Darauf baute auch das zweite Panel auf, welches die medizinischen und ethischen Aspekte einer fleischlosen bzw. veganen Ernährung beleuchtete. Dr. Turgut Altug moderierte die Diskussion. Die weitverbreitete Ansicht, dass tierische Eiweiße für den menschlichen Körper notwendig sind, wurde sowohl durch medizinisches Fachwissen als auch durch den vegan lebenden Kraftsportler Patrik Baboumian als Mythos entlarvt. Auf die kontrovers diskutierte Frage, ob gänzlich auf tierische Produkte zu verzichten sei, konnte keine gemeinsame Antwort gefunden werden. Denn letztendlich bleibt das eine, auf ethischen Überlegungen beruhende, individuelle Entscheidung.

Der Abend zeigte, dass es zu einer nachhaltigen Veränderung immer noch ein langer Weg ist. Ein Umdenken findet jedoch bereits statt - gerade in Berlin.

Freitag, 11. März 2016

Tagung: Wo wächst mein Fleisch?

Kategorie(n): Pressemitteilungen

„Wo wächst mein Fleisch?“ Unter diesem Motto wollen wir sowohl die Produktion als auch den Konsum von Fleisch in den Blick nehmen und u.a. folgende Fragen diskutieren: Welche Folgen hat Fleischkonsum für unser Klima und für die Kleinbauern im globalen Süden und für die Gesundheit? Warum ist Billig-Fleisch in Wirklichkeit teuer? Warum brauchen wir eine Ernährungswende und welche politischen und gesellschaftlichen Veränderungen und Lösungsansätze sind dafür lokal wie global nötig?
In zwei Panels diskutieren wir mit Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen über globale Auswirkungen und lokale Interventionsmöglichkeiten:

PROGRAMM
15.00 Uhr: Begrüßung, Claudia Hämmerling, MdA, Tierschutzpolitische Sprecherin
15.10 Uhr: Grußwort, Ramona Pop, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Abgeordnetenhaus
15.15 Uhr: Kurzfilm

15.30-17.00 Uhr: Panel I: Welternährung und Fleischproduktion
Francisco Marí (Brot für die Welt e.V.)
Dr. Leif Koch (Welttierschutzgesellschaft e.V.)
Julia Bartal (OLIB Bienenwerder und Gründungsmitglied des Bündnisses Junge Landwirtschaft)
Jens-Martin Rode (Initiative gegen Massentierhaltung in Brandenburg)
Katrin Wenz (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., BUND)
Konstantinos Tsilimekis (Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt) Moderation

17.15-19.00 Uhr: Panel II: Fleischkonsum und dessen Folgen
Patrik Baboumian (Veganer Kraftsportler)
Till Strecker (VeBu e.V.)
Univ-Prof. Dr. med Andreas Michalsen (Chefarzt Abteilung Naturheilkunde Immanuel Krankenhaus Berlin und Stiftungsprofessur für Naturheilkunde der Charite Berlin und des Immanuel Krankenhauses Berlin)
Dr. Ursula Hudson (Slow Food Deutschland e. V.)
Dr. Turgut Altug (MdA) Moderation

Ab 19.00 Uhr: Get together mit leckerem vegan-vegetarischem BIO-Imbiss und Getränken

Öffentlich, ohne Anmeldung!

Veranstaltungsort:
Berliner Abgeordnetenhaus, Raum 376

Freitag, 04. März 2016

7. Naturschutzpolitisches Frühstück

Kategorie(n): Pressemitteilungen

EINLADUNG zum 7. Naturschutzpolitischen Frühstück

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

hiermit laden wir Sie/Euch ganz herzlich zum nächsten Naturschutzpolitischen Frühstück am 4. März 2016 (Freitag) von 8.30 bis 10.30 Uhr im Berliner Abgeordnetenhaus ein.
Wir möchten unser Treffen dafür nutzen, um unsere Diskussion über die Forderungen der Zivilgesellschaft an eine grüne Naturschutz- sowie StadtGrün-Politik weiter zu vertiefen. Zugleich möchten wir über Ihre Forderungen im Wahljahr 2016 an die Politik diskutieren. Welche personellen und finanziellen Ressourcen sind erforderlich, damit die Naturschutzpolitik in Berlin endlich mehr ist als eine bloße Worthülsen. In welchen Bereichen können wir – von Straßenbäumen bis zum Urban Gardening – das Berliner Stadtgrün weiterentwickeln? Mit welchen Rahmenbedingungen – Wohnungsbau vs Grünanlagen bis zum Klimawandel – werden wir in den nächsten Jahren konfrontiert sein? Über diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen/Euch reden.

Tagesordnung:

  • Berichte aus dem Parlament
  • Berichte aus der Zivilgesellschaft
  • Forderungen der Zivilgesellschaft an die Politik vor den Wahlen
  • Sonstiges
  • Ausblick

Veranstaltungsort:
Berliner Abgeordnetenhaus (Raum 376)

Mittwoch, 27. Januar 2016

New Food Economy – Neuer Wind für die Lebensmittelbranche

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EINLADUNG zur Podiumsdiskussion "New Food Economy – Neuer Wind für die Lebensmittelbranche"

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

hiermit laden wir Sie/Euch ganz herzlich zur unserer Veranstaltung ein. Landraub und Monokulturen, Gammelfleisch und falsche Kennzeichnung, Massentierhaltung und Lebensmittelverschwendung: in unserem Lebensmittelsystem gibt es immer mehr Skandale.
Immer mehr Menschen erkennen, dass es so nicht weitergehen kann. Aus diesem Bewusstsein heraus entsteht gerade ein neuer Wirtschaftssektor – die New Food Economy. Hier treffen sich Anbieter*innen mit Verbraucher*innen mit einem Ziel: den Lebensmittelsektor in allen Produktions- und Verwertungsschritten nachhaltiger, regionaler, ökologischer, gesünder und gerechter zu machen. Die New Food Economy will gute Lebensmittel produzieren, verarbeiten und handeln. Gerade in Berlin und Brandenburg gibt es immer mehr Menschen, die sich auf diesen Weg machen.
Die grünen Abgeordneten Dr. Turgut Altug und Bola Olalowo laden ein, um gemeinsam mit Gästen die Potenziale und Chancen der New Food Economy für Berlin zu diskutieren.

Es diskutieren mit Ihnen/Euch

  • Florian Niedermeier – Markthalle Neun GmbH
  • Vivian Böllersen – Ökonauten eG
  • Maria-Luisa Werne – Netzwerk Solidarische Landwirtschaft
  • Lars Jäger – Slow Food Berlin
  • Bola Olalowo, Sprecher für Wirtschaftspolitik
  • Dr. Turgut Altug, Sprecher für Verbraucherschutz

Veranstaltungsort:
Berliner Abgeordnetenhaus (Raum 311)

Dienstag, 19. Januar 2016

Verantwortungsvoll konsumieren

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Dr. Turgut Altug, Sprecher für Verbraucherschutz, sagt vor dem Hintergrund der Grünen Woche und dem großen Erfolg der Demo „Wir haben es satt“:

Viele Berlinerinnen und Berliner haben die industrielle Herstellung von Nahrungsmitteln satt – das gilt insbesondere für die Fleischproduktion und deren Folgen für Mensch, Tier, Umwelt und Klima. Es ist Zeit, dass wir eine Agrarwende einleiten. Die verbindliche Kennzeichnung von Fleisch und Fleischprodukten ist dafür ein wichtiger Schritt, um Massentierhaltung und Tierquälerei entgegen zu wirken.

Viele, die Fleisch essen, achten laut Fleischatlas 2016 schon heute beim Kauf darauf, dass sie zu besseren Lebensbedingungen der Tiere beitragen (bundesweit mehr als 80 Prozent). Der Fleischatlas zeigt zudem, dass Berlin nach Rheinland-Pfalz das Bundesland mit dem niedrigsten Konsum von Fleisch und Wurst ist. So essen Berliner im Durchschnitt 148 Gramm Fleisch und Wurst pro Tag, Berlinerinnen nur 76 Gramm (im Vergleich: Thüringen: 172 bzw. 91 Gramm).

Die Menschen wollen wissen, wir ihre Lebensmittel – und vor allem das Fleisch – hergestellt werden: Das gilt für die Haltungsbedingungen der Tiere genauso wie für den Einsatz von Antibiotika und die Arbeitsbedingungen. Dass eine Kennzeichnung möglich ist und Auswirkungen auf das Kaufverhalten hat, zeigen seit Jahren die Angaben auf unverarbeiteten Eiern zu Haltungsform, Herkunft und Betrieb.

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